„Die Siedlung auf den Ruinen“ ist die Fortsetzung meiner Geschichte Die Ruinen der Zukunft. Und wieder hat Uli mir das Bild für das Cover gemalt.
Mehrere Monate sind vergangen, seit Ellen und ihre Freunde das verlassene Rechenzentrum reaktiviert haben und die zerstörte Metropole wieder zum Leben erwecken. Die Arbeit ist hart, aber die Fortschritte sind sichtbar. Die Service-Roboter erweisen sich als unersetzbare Helfer: Sie räumen methodisch die Trümmermassen beiseite, stapeln verwertbare Materialien und sortieren den Schutt. Aus den Überresten errichten sie Gebäude, Stein für Stein, als wäre nichts geschehen. Der Park, den das Team angelegt hat, ist kein kahler Fleck in der Ruinenlandschaft mehr. Hier sprießen erste Pflanzen, Gräser ergrünen, und vereinzelte Blüten deuten an, dass die Natur langsam zurückkehrt. Es ist ein Symbol der Hoffnung inmitten der Verwüstung.
Dann eines Tages: ein repariertes Funkgerät knistert zum Leben und empfängt eine schwache, aber verständliche Nachricht: es gibt Überlebende im Norden. Ellen und Ronja zögern keine Sekunde. Sie rüsten sich aus, nehmen Vorräte mit und machen sich auf eine gefährliche Reise in die unbekannten Gebiete jenseits der Stadt. Nach Tagen der Suche und kleinerer Herausforderungen finden sie tatsächlich eine Gruppe von Überlebenden. Verletzt, geschwächt, aber lebendig. Ellen und Ronja bringen sie zurück in die Stadt, wo sie von der Gemeinschaft willkommen geheißen und versorgt werden.
Die Neuankömmlinge bringen nicht nur ihre Geschichten mit, sondern auch unterschiedliche Ziele und Ambitionen. Einige von ihnen entwickeln schnell enge Freundschaften mit Ellens Gruppe und arbeiten gerne beim Aufbau mit, teilen Abende am Feuer und träumen gemeinsam von einer besseren Zukunft. Die Gemeinschaft wächst, wird vielfältiger, und mit ihr auch die gegenseitige Unterstützung.
Doch nicht alle haben denselben Traum. Andere Überlebende, insbesondere diejenigen mit militärischer oder organisatorischer Erfahrung, werden von Sophia Reeves umworben. ie sieht in der wachsenden Bevölkerung eine Gelegenheit, neue Streitkräfte aufzubauen: eine organisierte Miliz, die die Stadt schützen könnte gegen unbekannte Bedrohungen und externe Gefahren. Sie rekrutieren gezielt unter den neuen Überlebenden, bieten Struktur, Sicherheit und ein Gefühl von Macht und Zweck.
Damit entsteht eine subtile Spaltung im Lager der Hoffnung: Während Ellen und ihre Freunde auf Kooperation, Wiederaufbau und gegenseitige Hilfe setzen, bahnt sich unter Viktor und Sophia eine andere Vision ihren Weg. Eine, die auf Ordnung, Kontrolle und militärische Stärke setzt. Die Frage, welcher Weg die richtige ist für die Zukunft der Stadt, wird langsam zu einer immer drängender werdenden Diskussion. Noch herrscht Frieden, noch arbeiten beide Gruppen nebeneinander, doch unter der Oberfläche dieser fragilen Einheit brodelt es bereits.
Was zunächst als stille Rivalität begann, entwickelt sich schnell zu einem offenen Machtkampf, der die fragile Einheit der Stadt zu zerreißen droht.
Mehr über die starken Heldinnen in meinen Geschichten findet ihr in dieser Übersicht.




