Noch eine Science Fiction-Geschichte mit einem Transgender-Thema: „Upgrade unerwünscht“.
Marc Diehl, 22 Jahre alt, Informatikstudent im dritten Semester, ist nicht der Typ, der sich Sorgen macht. Als ihm der Arzt erklärte, dass seine Blinddarmentzündung eine Routine-Operation erfordere, nickte er, unterschrieb das Formular und dachte hauptsächlich daran, ob er seine Klausurvorbereitung noch rechtzeitig abschließen würde.
Er erwachte mit dem Gefühl, dass irgendetwas fundamental falsch war.
Nicht leicht falsch. Nicht „Wo ist mein Handy?“-falsch. Sondern so grundlegend, so absolut anders, dass es mehrere Sekunden dauerte, bis sein Gehirn die Information verarbeitete, die seine Augen sendeten: Das war nicht sein Körper. Das war definitiv nicht sein Körper. Und doch war es offensichtlich – er. Sie. Jetzt sie.
Was als Routineeingriff angekündigt worden war, hatte Marc Diehl in Laura Diehl verwandelt. Jung, blond, erschreckend hübsch – und vollkommen fassungslos.
Das Klinikum Neufeld gerät in helle Aufruhr. Dr. Sabrina Kern, die operierende Ärztin, murmelt von einem „unvorhergesehenen biochemischen Reaktionsprozess“. Prof. Dr. Heller, der Klinikdirektor, spricht von einem „vorübergehenden Zustand“. Und die Krankenschwester Janine – die einzige, die Laura offen in die Augen schaut – flüstert: „Frag nach dem Labor im Untergeschoss.“
Laura ist wütend. Laura ist verblüfft. Laura ist – und das ist die eigentliche Überraschung – auch neugierig. Denn irgendwo zwischen dem ersten panischen Blick in den Spiegel und dem Versuch, in Jeans zu passen, die definitiv nicht für ihre neue Figur geschnitten sind, merkt sie: Dieser Körper gehört ihr. Zumindest vorerst.
Was folgt, ist keine Geschichte über Identitätsverlust – sondern über Identitätsfindung. Laura navigiert durch einen Campus, auf dem sie niemand kennt, durch eine WG, in der ihre beste Freundin Ines mit zusammengekniffenen Augen fragt, wer sie eigentlich ist, und durch ein Krankenhaus, das offenbar mehr zu verbergen hat als einen medizinischen Kunstfehler.
Zusammen mit der Krankenschwester Janine und dem hartnäckigen Journalisten Felix Dorn, der schon seit Wochen gegen das Klinikum recherchiert, deckt Laura ein Netz aus wissenschaftlichem Ehrgeiz, ethischen Grenzverletzungen und einem geheimen Forschungsprogramm auf, das weit größer ist als ein einzelner – naja – Unfall.
Gleichzeitig stellt sie sich der wichtigsten Frage ihres Lebens: Wer will sie sein – unabhängig davon, in welchem Körper sie aufwacht?
„Upgrade unerwünscht“ ist ein Science-Fiction-Roman voller schwarzem Humor, herzerwärmender Freundschaft und überraschend ernster Fragen über Identität, Autonomie und die ethischen Grenzen der Wissenschaft – erzählt aus der Ich-Perspektive einer jungen Frau, die gerade dabei ist herauszufinden, dass manchmal die größten Veränderungen ohne Ankündigung kommen.
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