Ein Unfall in einem Forschungslabor, eine Verwandlung und ein dunkles Geheimnis: ‚Neon Tide‘.
Auf dem fernen Kolonieplaneten Nerion arbeitet der junge Genforscher Kyre am Aurelis Institut an einem mutierten Virus, der die unheilbare Krankheit Kryoblastose besiegen soll. Die Krankheit lässt die Zellen der Kolonisten langsam erstarren, und seit Jahren findet niemand ein Mittel dagegen. Kyre glaubt, mit dem ersten Prototyp seines Virus den Durchbruch erreicht zu haben. Bei der Arbeit trägt er den roten Schutzanzug mit Hochglanzoberfläche der höchsten Sicherheitsstufe, einen einteiligen Catsuit, der ihn von der Laborluft trennt. In einer langen Nacht versagt ein Druckventil, der Prototyp tritt aus und kontaminiert das gesamte Labor. Kyre atmet den Erreger ein, bevor die Schleusen schließen.
Wenige Tage später beginnt sein Körper sich zu verändern. Die Haare wachsen, die Konturen werden weicher, und am Ende blickt ihm aus dem Spiegel eine junge Frau mit langen blonden Haaren entgegen. Der Catsuit hat sich der neuen Gestalt angepasst, als wäre er dafür gemacht worden. Sie wählt den Namen Renaya und muss lernen, mit den Blicken der anderen, mit ihrer Angst und mit ihrer Wut umzugehen. Sie muss lernen, in einem fremden Körper und mit einer neuen Identität zu leben, während sie das Geschehene vor dem Institut verbirgt.
Ihre beste Freundin Caelia, eine kluge Ärztin, steht ihr in dieser Zeit zur Seite. Bei einem Besuch im Observatorium trifft Renaya den Physiker Xavix, der sie mit trockenem Humor zum Lachen bringt. Zwischen beiden wächst Nähe, und bei einem nächtlichen Date im Leuchtreservoir, wo Renaya ihrer Leidenschaft fürs Schwimmen nachgeht, gestehen sie sich ihre Gefühle. Zum ersten Mal seit dem Unfall fühlt sie sich nicht allein. Doch dann infiziert sich Xavix, verwandelt sich ebenfalls in eine junge Frau, und das Virus beginnt, sich in der Kolonie auszubreiten. Die Behörden riegeln die Stadt ab und stellen Sektor für Sektor unter Quarantäne.
Caelia entdeckt bei ihrer Suche nach der Ursache Spuren einer Verschwörung. Das Labor wurde sabotiert, und die Fährte führt zu Dr. Mazen Korz, dem Leiter des Instituts, der die gesamte Kolonie verwandeln will. Renayas langjährige Kollegin Soniya, der sie blind vertraut hat, verrät die Gruppe an ihn. Renaya, Caelia und Xavix fliehen durch die Versorgungsschächte der Stadt. Im Untergrund gelingt es Renaya, aus ihrem eigenen Blut ein Antiserum zu entwickeln, das den Erreger aufhalten kann. Eine gefährliche Reise durch die Salzebene führt die Freunde zu einer verlassenen Forschungsstation, wo sie die ganze Wahrheit erfahren: Die Verwandlung war kein Unfall der Forschung, sondern das Ziel eines alten Plans, und Renayas Erbgut ist der Schlüssel dazu.
In einem Geheimlabor tief unter der Stadt stellt Renaya sich Dr. Mazen Korz. Mit Mut, Beharrlichkeit und ihrem starken Sinn für Gerechtigkeit stoppt sie die Anlage, und das Antiserum erreicht die Menschen der Kolonie. Die Quarantäne endet. Bei einem Konzert im kleinen Club Neon Tide mit der Sängerin Jazzly, deren Musik Renaya durch die dunkelsten Wochen begleitet hat, feiert die Stadt ihren Neuanfang. Renaya hat gelernt, dass niemand anderes bestimmt, wer sie ist, und dass Mut stärker ist als jede Angst vor dem, was man werden könnte. Die Narben der vergangenen Wochen bleiben, doch sie machen sie stärker. Am Ende gleitet sie wieder durch das Wasser des Reservoirs, in dem das Licht tanzt, bereit für alles, was kommt.
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Mehr über die starken Heldinnen in meinen Transgender-Geschichten und den anderen Büchern.





