Schwarzer Glanz: Der Absturz eines UFOs, ein mysteriöses Artefakt und eine geheimnisvolle Verwandlung.
Hohenmark, eine Hafenstadt der nahen Zukunft. Der Ingenieur Frankin Jamyn, sechsundzwanzig Jahre alt, entwickelt nachts Prototypen für Unterwasserroboter und schwimmt jeden Morgen im Mirasee, einem künstlichen Stausee am Stadtrand. Seit Jahren fühlt sich sein Körper an wie ein Gehäuse, das jemand anderem gehört. Er spricht mit niemandem darüber. Dann stürzt in einer Nacht ein Raumschiff in den Moorwald. Frankin erreicht die Absturzstelle als Erster. Ein Außerirdischer, der im Sterben liegt, drückt ihm ein geschwärztes Artefakt in die Hände und zerfällt vor seinen Augen zu feinem Staub.
Gemeinsam mit seinem besten Freund Daviron, der Meeresbiologin Natlia und der Datenspezialistin Jaenelle untersucht Frankin das Artefakt in einer verlassenen Papierfabrik. Eine Berührung aktiviert die Technologie. Eine schwarze Schicht mit Lackglanz legt sich auf seine Haut und baut den Körper Stück für Stück um. Die Haare färben sich rot und wachsen, Konturen verschieben sich, die Stimme wird heller. Frankin begreift, dass die Technik nichts erfindet, sondern etwas sichtbar macht, das er immer in sich trug. Am Ende steht eine junge Frau im schwarzen High-Tech-Badeanzug vor dem Spiegel. Sie nennt sich Jacquine.
Während Jacquine lernt, in ihrem Körper zu leben, kippt ein Geburtstagsabend voller dummer Sprüche und zu viel Alkohol in einen Albtraum. Natlia verschwindet. Man findet sie am Mirasee, bewusstlos in einem violetten Badeanzug, der dem von Jacquine gleicht. Ein zweites Artefakt wurde aktiviert, und Natlia erinnert sich nur an Bruchstücke.
Der Journalist Ilex Reyt begegnet Jacquine bei einer Recherche über unerklärliche Lichter am Nachthimmel. Zwischen beiden entsteht Nähe, und ein Date im stillgelegten Planetarium wird zum Wendepunkt. Ilex stößt auf Dokumente, die belegen, dass das Amt für Sondertechnologie unter der Leiterin Anastase Brannon das Artefakt jagt. Kurz darauf verrät Daviron die Gruppe, weil man ihn mit der Krankheit seiner Schwester erpresst. Die Freunde fliehen durch die Kanäle der Stadt und verstecken sich im Planetarium.
Dort entschlüsselt Jacquine das Protokoll des Artefakts und stößt auf eine Signatur, die sie kennt. Die Wahrheit verändert alles: Das Schiff stürzte nicht zufällig ab, und der Fremde war ein gezielt entsandter Bote. Jaenelle knackt die Server des Amtes und beweist, dass der Fremde nicht beim Absturz starb, sondern ermordet wurde. Die Spur führt in eine Geheimanlage tief unter dem Mirasee.
In der Tiefenanlage kommt es zur Konfrontation mit Anastase Brannon, die Menschen gegen ihren Willen umformen und kontrollierbar machen will. Jacquine muss entscheiden, ob sie das Artefakt zerstört oder ihre neue Stärke nutzt, um die Technologie in die richtigen Hände zu legen. Mit der Hilfe ihrer Freunde und einer Entscheidung, die niemand von ihr erwartet, gewinnt sie den Kampf. Daviron findet einen Weg zurück, und Natlia erlangt ihre Erinnerung wieder.
Nach dem Sieg erlebt Jacquine an einem Abend im kleinen Club Blaue Frequenz ein Konzert ihrer Lieblingssängerin, das ihr zum ersten Mal das Gefühl gibt, ganz sie selbst zu sein. Am Ende treffen sich alle am Mirasee, an dem alles begann. Jacquine schwimmt in ihrem schwarzen Badeanzug, umgeben von Menschen, die sie so annehmen, wie sie ist. Ein letztes Flackern im Artefakt lässt jedoch ahnen, dass die Fremden noch nicht fertig sind.
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