Okay, das Manuskript meines aktuellen Buches Die Siedlung auf den Ruinen ist fertig. Um euch die Wartezeit bis zur Veröffentlichung ein wenig zu erleichtern, will ich euch hier eine kleine Vorschau geben, damit ihr eine Vorstellung bekommt, was euch erwartet.
Der Prolog:
Die Stadt lag nach dem großen Krieg in Schutt und Asche. Zerstörte Häuser, verkohlte Bäume und die Wracks von schicken Autos bildeten ein einziges, riesiges Trümmerfeld. Chaos und ein Anblick von Zerstörung war alles, was den geringen Überlebenden geblieben war.
Zwei junge Frauen durchsuchten die Trümmer der großen Stadt systematisch. Sie stiegen über große Blöcke aus zerborstenem Beton, umgingen größere Hindernisse und bückten sich immer wieder herunter, um kleinere Brocken aufzuheben oder beiseite zu räumen, um nachzusehen, ob sich dort etwas Brauchbares verbarg.
Konservendosen mit Nahrung, Kleidungsstücke und Schuhe, Medikamente, Holz- und Metallteile, die als Baumaterial verwendet werden konnte, Werkzeuge, aber auch Alltagsgegenstände, die es in keinem der zerstörten Läden mehr zu kaufen gab, war das, was sie benötigten.
Ihre Kleidung war schäbig und schlicht, ihre Schuhe alt aber praktisch. Eine von ihnen hatte lange, rote Haare, die in dem staubigen Grau der Trümmerteile deutlich hervorstachen, und trug einen verschlissenen Overall, die andere war schwarzhaarig und war in zerrissenen Jeans und einer schwarzen Lederjacke bekleidet.
Sie sammelten ein, was sie fanden, und füllten langsam und mühsam ihre Taschen. Unzählige Male bückten sie sich, um einen kleinen Fund zu begutachten. Meistens war es wertloses Zeug, das sie wieder auf die großen Häufen zurückwarfen, doch immer wieder entdeckten sie etwas, das sie noch brauchen konnten.
Heute waren es einige Medikamente, ein Hammer, eine kleine Zange und ein paar verbeulte Büchsen mit Dosentomaten gewesen, die zwar ihr Haltbarkeitsdatum deutlich überschritten hatten, doch das war besser als nichts. Sie hatten Geduld und wussten inzwischen, wie sie immer noch Sachen in dem Chaos finden konnten, und sie ließen sich nicht entmutigen, wenn ihre Beute manchmal sehr spärlich war.
Die Frau mit den roten Haaren kniete sich wieder einmal nieder, schob einen Brocken zur Seite und betrachtete ihren Fund voller Überraschung.
„Hey Ellen“, rief sie ihrer Freundin aufgeregt zu, „das musst du dir ansehen. Ich glaube, ich habe etwas ziemlich Interessantes gefunden!“
Mehr über die starken Heldinnen in meinen Geschichten findet ihr in dieser Übersicht.





