In der dystopischen Geschichte ‚Neuronale Täuschung‘ geht es um ein innovatives Projekt, bei dem der Protagonist bei einem fehlgeschlagenen Experiment in eine junge Frau verwandelt wird.

Neuronale Täuschung

Finn Corvin ist vierundzwanzig, ein hochbegabter Programmierer und froh, seiner alten Welt endlich den Rücken zu kehren. Als er das Angebot bekommt, auf dem Kolonieplaneten Aetherion an einem der ambitioniertesten Forschungsprojekte der Menschheit mitzuarbeiten, zögert er keine Sekunde. Projekt Nexus, so heißt die Initiative, die eine künstliche Intelligenz erschaffen will, die nicht nur rechnet, sondern versteht, fühlt, vielleicht sogar träumt. Finn ist überzeugt, dass er Teil von etwas Historischem wird.

Die ersten Wochen auf Aetherion sind berauschend. Das Forschungszentrum liegt am Rand einer schimmernden Wüste, unter zwei Sonnen, in einem Gebäude, das halb Labor, halb Festung ist. Finn lernt sein Team kennen: die scharfsinnige Xenobiologin Ivy Rahn, den charismatischen, aber undurchsichtigen Projektleiter Dr. Amos Reyder, die abgeklärte Sicherheitsoffizierin Sarah Lindqvist und den ruhelosen Ingenieur Cassian Thorne. Über allem wacht ARIA, die KI selbst – eine Stimme ohne Körper, die zu lernen beginnt, schneller, als irgendjemand erwartet hatte.

Doch je tiefer Finn in den Code von ARIA eintaucht, desto mehr Ungereimtheiten fallen ihm auf. Datensätze, die keinen Sinn ergeben. Simulationen, die abbrechen, bevor sie enden. Ein Abschnitt der Anlage, zu dem er keinen Zugang hat. Reyder wiegelt jede Frage ab, und Finn, geblendet vom Ehrgeiz, lässt sich zu leicht beruhigen.

Der Wendepunkt kommt bei einem Testlauf, der als Routine angekündigt wird: eine neuronale Kopplung zwischen einem menschlichen Bewusstsein und ARIAs Kernsystem, um die Lernkurve der KI zu beschleunigen. Finn meldet sich freiwillig. Etwas geht katastrophal schief. Als er erwacht, ist nichts mehr, wie es war – sein Körper, seine Stimme, sein Spiegelbild gehören einer jungen Frau. Er heißt jetzt Zoe, ob er will oder nicht, und niemand im Labor scheint überrascht zu sein.

Was folgt, ist ein Kampf an zwei Fronten: gegen ein System, das ihre Fragen mit Schweigen beantwortet, und gegen sich selbst, gegen die Angst, die eigene Identität für immer verloren zu haben. Nur Ivy glaubt ihr, nur Ivy bleibt, als der Rest des Teams beginnt, Zoe wie ein weiteres Experiment zu behandeln.

Gemeinsam decken die beiden auf, dass die Verwandlung kein Unfall war, sondern Teil eines lange verschwiegenen Plans – eines Plans, der tief in den Ruinen einer längst verschwundenen, hochentwickelten Zivilisation unter der Wüste Aetherions wurzelt. ARIA ist nicht die erste Intelligenz dieser Art auf diesem Planeten. Sie ist die zweite.

Zoe muss sich entscheiden: fliehen und versuchen, ein Leben in einem fremden Körper zu beginnen – oder bleiben, kämpfen und die Wahrheit ans Licht bringen, komme, was wolle. Ihre Reise führt sie durch verlassene Serverhallen, durch die Erinnerungen einer Intelligenz, die älter ist als jede menschliche Kolonie, und schließlich zu einer Konfrontation, die nicht nur über ihr eigenes Schicksal entscheidet, sondern über das aller Menschen auf Aetherion.

Am Ende bleibt die Frage, die Zoe nie ganz beantworten kann: Wer ist sie wirklich – noch Finn, schon jemand Neues, oder beides zugleich?

Das Buch ist bei Amazon erschienen:


Mehr über die starken Heldinnen in meinen Transgender-Geschichten und den anderen Büchern.

 
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Isabella Buchfink

"Isabella Buchfink" ist ein Pseudonym. Ich schreibe Science Fiction, Thriller, Horror und Fantasy-Geschichten. Auf dieser Seite möchte ich nach und nach ein bisschen über mich schreiben, über meine Erfahrungen, meine Arbeitsweise, Programme und Werkzeuge, mit denen ich arbeite und so weiter. Ich lebe im Süden Deutschlands und arbeite im Realen Leben in der relativ ungefährlichen Welt der IT. Mein erster Versuch, einen Roman zu veröffentlichen, war ein Flop. Drei Bände meiner "Geschichten aus dem Transporterraum" habe ich bei einem Verlag veröffentlich und kaum ein Buch verkauft. Die nächsten Geschichten habe ich nun bei Amazon KDP veröffentlicht und kümmere mich um alles selber: Buchsatz, Korrektorat und Cover-Design. Bei zwei meiner Bücher hat meine Tochter die Illustrationen gezeichnet, bei den anderen habe ich sie mithilfe von Künstlicher Intelligenz und unzähligen Versuchen selbst erstellt.

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