Der Plot für ‚Die Ruinen der Zukunft‘ war kein Plan, keine dieser Ideen, die monatelang in meinem Kopf reifen, bis ich endlich den ersten Satz schreibe. Dieses Mal war es anders: Es war keine Idee für ein Buch, das ich schon lange mal schreiben wollte. Nur einen Moment.
Es begann mit einem Wiedersehen.
Ich traf Ulrich wieder, einen alten Schulfreund, den ich später an der Uni noch einmal begegnete. Wir landeten beide in Elektrotechnik und kämpften uns gemeinsam durch Höhere Mathematik, durch endlose Formeln und abstrakte Feldtheorie.
Dann verloren wir uns aus den Augen.
Bis zu dieser Weihnachtskarte.
Ein einziger Satz hat gereicht, um etwas in mir zu verschieben:
„Schade, dass wir den Kontakt verloren haben…“
Es war keiner dieser belanglosen Grüße. Es war ehrlich. Und er traf.
Ich rief ihn an. Kein Zögern, kein großes Nachdenken. Nur das Gefühl, dass manche Verbindungen nicht einfach verschwinden sollten. Wir verabredeten uns, als wäre keine Zeit vergangen.
Uli war immer schon mehr als nur der Typ für Formeln. Heute ist er promovierter Elektroingenieur – und gleichzeitig Künstler. Einer, der Technik versteht, aber in Bildern denkt.
Wir saßen zusammen, tauschten Erinnerungen aus, und er zeigte mir seine Werke.
Und dann war da dieses eine Bild.
Dunkel. Still. Verstörend ruhig.
Ein Raum voller alter Computer, überwuchert von Staub und Zeit. Kabel wie tote Adern. Bildschirme, die nichts mehr sagen. Alles wirkte, als hätte die Welt einfach aufgehört – nicht mit einem Knall, sondern leise, vergessen.
Ich konnte nicht wegsehen.
„Bitte verkauf es nicht, bevor du ein Foto gemacht hast“, schrieb ich ihm noch am selben Abend.
Kurz darauf hatte ich das Bild.
Und ohne zu wissen, wohin es führen würde, begann ich zu schreiben.
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Mehr über die starken Heldinnen in meinen Geschichten findet ihr in dieser Übersicht.





