Landgewinnung auf einem fremden Planeten ist das Thema der Geschichte „Veyra“.
Als Lotta Berger den Vertrag unterschrieb, der sie auf den fernen Planeten Veyra brachte, ahnte sie nicht, wie sehr diese Entscheidung ihr Leben verändern würde. Die Terraformung war gerade erst abgeschlossen: ein roter, kaum atembarer Streifen Wüste, auf dem eine Handvoll Siedlerfamilien und Konzernarbeiter eine neue Existenz aufbauen sollten. Lottas Aufgabe war es, aus diesem kargen Boden wieder etwas Lebendiges zu formen – Terrassenfelder, Gärten, vielleicht eines Tages sogar Wälder.
Schon in ihren ersten Wochen merkte sie, dass die Siedlung von Spannungen durchzogen war. Die Siedlerfamilien misstrauten den Konzernarbeitern, die Konzernarbeiter wiederum hielten die Siedler für naiv und undankbar. Mitten zwischen diesen Fronten lernte Lotta den Terraforming-Techniker Theo kennen, dessen ruhige, sachliche Art einen seltsamen Trost in dem ganzen Chaos bot. Aus gemeinsamer Arbeit wurde langsam etwas Persönlicheres, das beide vorsichtig, aber neugierig zuließen.
Bei ihrer Arbeit an den Terrassenfeldern stieß Lotta auf merkwürdige Erschütterungen tief unter der Erde – ein Hinweis darauf, dass nicht alles so war, wie es den Siedlern erzählt wurde. Am Rand der Siedlung begegnete sie zudem Sorel, einem Wesen der einheimischen Yllar, die den Planeten lange vor den Menschen bewohnt hatten. Sorel beobachtete die neuen Siedler mit einer Mischung aus Vorsicht und stiller Hoffnung und begann, Lotta nach und nach mehr über die wahre Geschichte Veyras zu erzählen.
Während Direktor Brandt, der offizielle Leiter des Konzernbetriebs, Lotta mit zusätzlichen Ressourcen lockte, verlangte er im Gegenzug, dass sie bestimmte Bereiche der Felder nicht weiter untersuchte. Ihre Neugier ließ sich davon jedoch nicht aufhalten. In einer riskanten nächtlichen Erkundung entdeckte sie den Zugang zu einem verborgenen Stollen – dem Ursprung eines heimlichen Abbaus eines äußerst seltenen Minerals, das tief im Gestein des Planeten lagerte.
Je tiefer Lotta in das Geheimnis eindrang, desto klarer wurde, dass der Abbau nicht nur die Zukunft der Siedlung gefährdete, sondern auch das empfindliche ökologische Gleichgewicht, das die Yllar seit Generationen geschützt hatten. Ihre eigenen Pflanzungen begannen, erste Anzeichen einer schleichenden Vergiftung zu zeigen. Zwischen aufgebrachten Siedlern, einem Konzern, der seine Gewinne sichern wollte, und einem Volk, das um sein Überleben fürchtete, fand sich Lotta plötzlich in der Rolle einer Vermittlerin wieder – eine Aufgabe, die sie nie gesucht hatte, der sie sich aber nicht entziehen konnte.
Als ein durch den unkontrollierten Abbau ausgelöster Sturm die gesamte Siedlung bedrohte, blieb den verschiedenen Parteien keine andere Wahl, als zusammenzuarbeiten. Siedler, Arbeiter und Yllar gruben gemeinsam, kämpften gemeinsam – und fanden, geleitet von Lottas unermüdlichem Einsatz, einen Weg, der allen eine Zukunft auf Veyra ermöglichte, ohne den Planeten weiter zu zerstören.
Monate später, als der künstliche See endlich fertiggestellt war und die ersten Pflanzen an seinem Ufer Wurzeln schlugen, saß Lotta gemeinsam mit Theo bei einem ruhigen Picknick am Wasser – ein kleiner, stiller Moment des Friedens in einer Welt, die sie mit eigenen Händen mitgeformt hatte.
Auch zu dieser Geschichte gibt es ein bisschen Musik: „Roots betwen the Stars“
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Mehr über die starken Heldinnen in meinen Geschichten findet ihr in dieser Übersicht.





