‚Nyala City‘ ist eine weitere Geschichte, die komplett aus der Feder von Künstlicher Intelligenz stammt.
Nyala City, 2069. Eine Metropole an der Küste Westafrikas, gebaut auf den Ruinen alter Ölstädte und getragen vom Licht eines gigantischen Solarkraftwerks mitten in der Sahara. Offiziell versorgt die Anlage halb Afrika mit sauberer Energie. Inoffiziell gehört sie einer Verbrecherorganisation, die unter dem Wüstensand Geheimlabore betreibt, in denen an entführten jungen Frauen neurotechnologische Experimente durchgeführt werden.
Kwame Osei ist einer der gesuchtesten Hacker des Kontinents, ein Meister darin, sich in fremde Systeme einzuschleichen. Als er von der eigenen Bande verraten wird, erwartet er den Tod. Stattdessen erwacht er Wochen später in einem fremden Körper. Eine junge Frau blickt ihm aus dem Spiegel entgegen, dunkelhäutig, mit langen schwarzen Locken, Erinnerungen, die nicht seine eigenen sind, und einem Namen, den er nie gewählt hat: Simalee.
Die Organisation hat ihn nicht bestraft, sondern umgebaut. Neue Identität, neue Persönlichkeit, neue Loyalität, so der Plan. Die Fahnder suchen weiter nach einem Mann, während eine unbekannte Frau plötzlich mühelos in die gesichertsten Systeme der Stadt eindringt. Niemand ahnt, dass beide dieselbe Person sind, nicht einmal Simalee selbst weiß zu Beginn, wie viel von Kwame in ihr noch lebt.
In den Docks von Nyala City lernt Simalee Naanah kennen, eine junge Frau, die auf dem Sklavenmarkt der Organisation verkauft werden soll. Aus einer spontanen Befreiungsaktion wird eine Verbündung, die zur wichtigsten Beziehung in Simalees neuem Leben wird.
Im Badehaus „Die Quelle“ begegnet Simalee dem Kopfgeldjäger Waysira, der offiziell Kwame jagt und ohne es zu wissen mit dessen neuer Gestalt Zeit verbringt. Zwischen Misstrauen und Anziehung entsteht eine gefährliche Nähe, während Simalee gleichzeitig lernt, dass ihre neuen Fähigkeiten der Polizistin Leensa auffallen, die eine unbekannte Informantin in ihr Netzwerk aufnimmt, ohne zu wissen, wen sie da wirklich rekrutiert hat.
Je tiefer Simalee in die Strukturen der Organisation vordringt, desto klarer wird, dass die Verwandlung kein Einzelfall war. Als sie erkennt, dass ihr altes Ich jederzeit reaktiviert werden kann, muss sie sich entscheiden: zwischen der Frau, die sie geworden ist, und dem Mann, der sie einmal war. Am Ende bleibt nur ein riskanter Deal mit der Polizei und die Frage, ob Simalee die Wahrheit über Projekt Anima ans Licht bringen kann, bevor die Organisation sie zurückverwandelt oder für immer zum Schweigen bringt.
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