Das Ende meiner Geschichte Nanobots findet weit weg von allem an einem malerischen Strand statt.

Die Protagonistin Ilonka wurde mit Nanobots behandelt. um ihr Äußeres zu manipulieren. Erst als sie aus dem Kinderheim flieht und bei Freunden Zuflucht sucht, kommen sie diesem düsteren Geheimnis auf die Spur.

Wir waren alle froh, dass Ilonka ihre Nanobots losgeworden war.

„Das müssen wir feiern“, meinte ich, „habt ihr Lust auf einen Kurzurlaub?“

„Echt? Das wäre toll!“ rief Ilonka begeistert.

„Du hast eine Menge nachzuholen“, lächelte ich, „einer der schönsten Strände, die wir entdeckt haben, ist auf Kreta. Wenn ihr einverstanden seid, nehmen wir uns eine kleine Auszeit. Wie klingt das?“

„Super!“ antwortete Benjamin, „ich hatte schon sehr lange keinen Urlaub mehr. Mama hat alles versoffen und dann hat es für einen Urlaub einfach nicht mehr gereicht.“

„Das gab ich mir beinahe gedacht“, sagte ich, „darum hab ich uns gleich zwei Hütten reservieren lassen. Packt eure Sachen. Sonnenöl hab‘ ich noch genug, Handtücher gibt es in den Hütten und an dem Kiosk kaufen wir euch Badesachen und Sonnenhüte.“

* * *

Ilonka sah umwerfend aus in dem neuen Badeanzug, den wir miteinander ausgesucht hatten, und sie war vollkommen überwältigt von dem Strand und dem Wasser.

„Ich habe zwar Bilder vom Meer gesehen“, sagte sie, „aber wenn man es sieht, das Tosen der Wellen hört und das Wasser auf der Haut spüren kann, ist das etwas völlig anderes.“

Wir freuten uns über ihre Begeisterung und sahen Ilonka und Benjamin lange zu, wie sie ausgelassen im Wasser herumtollten.

Nanobots: Ilonka ist weit weg von allem

„Möchtest du schwimmen lernen?“ fragte Benjamin sie, und sie war sofort Feuer und Flamme.

Die beiden übten im tieferen Wasser zusammen. Benjamin hielt sie am Anfang über Wasser, bis sie die Schwimmzüge beherrschte. Die beiden waren ein süßes Paar!

„Hast du mal mit Ilonka über Verhütung gesprochen?“ fragte Martin mich. Er hatte keine Ahnung, ob die Mädchen im Heim überhaupt solche Dinge gelernt haben.

„Benjamin hat mit ihr darüber gesprochen“, antwortete ich, „ich hab ihr nur gezeigt, wo die Kondome sind.“

„Der Junge gefällt mir immer besser“, stellte er fest. Benjamin war sehr fürsorglich. Lag das daran, dass in dem Kinderheim so viele Kinder lebten, die keiner haben wollte? Er war aber auch sehr in das junge Mädchen verliebt, das war ganz deutlich zu spüren.

Benjamin tauchte zwischen ihren Beinen durch. Sie kicherte und gab ihm einen Klaps auf den Po.

„Ich weiß nicht, ob ich mich traue, unterzutauchen“, sagte sie, „ich hätte zu viel Angst, dass ich keine Luft bekommen würde.“

„Nicht schlimm“, meinte Benjamin, „du musst nicht alles auf einmal lernen.“

Martin erzählte den beiden von dem Riff, an dem wir getaucht waren, als wir das letzte Mal hier gewesen sind. Auch die Unterwasserwelt hier war herrlich und es gab so vieles zu entdecken.

„Wenn du eine sichere Schwimmerin geworden bist, können wir das gerne einmal miteinander ansehen“, versprach ich ihr.

Auch Martin und ich genossen das Wasser, schwammen und tauchten. Anschließend gingen wir ein Stück am Strand entlang, die Füße im flachen Wasser, und redeten.

Nanobots: Ilonka ist weit weg von allem

„Ich bin sicher, du wirst mal eine tolle Mutter“, sagte Martin zu mir, „Ilonka und Benjamin mögen dich sehr und du hast es sehr geschickt angestellt, ihr zu helfen und auch die heiklen Themen offen und einfühlsam anzusprechen.“

„Mal sehen, ob ich genauso bin, wenn es meine eigene Tochter ist“, antwortete sie, „Teenager vertrauen in solchen persönlichen Dingen manchmal lieber einem Fremden, als dass sie sich den eigenen Eltern anvertrauen. Aber bis dahin ist es ja noch eine ganze Weile.“

* * *

Als wir an unseren Strand zurückkehrten, hatten es sich Benjamin und Ilonka auf einer großen Decke gemütlich gemacht.

„Es ist so schön hier!“ schwärmte das Mädchen, „das ist besser als alles, was ich mir jemals vorgestellt habe.“

„Das ist einer der schönsten Strände der Welt“, stimmte ich ihr zu, „andere Strände sind voller Menschen, so dass man kaum Platz hat, ein Handtuch in den Sand zu legen.“

„Habt ihr eigentlich schon Appetit?“ fragte ich, „so langsam könnten wir den Grill anheizen und uns was zum Essen machen.“

„Oh ja“, antwortete Ilonka, „Baden macht hungrig.

* * *

Auf dem Grill brutzelten ein paar leckere Steaks und ihr Duft stieg uns in die Nase. Frisches Obst lag auf einem Campingtisch daneben. Ilonka nahm sich einen Apfel und biss hungrig hinein.

„Wollt ihr von dem Obst etwas auf den Grill legen?“ fragte ich, „Bananen und Melonen sind sehr lecker, wenn man sie grillt.“

Wir waren neugierig und wollten es unbedingt versuchen.

Dann endlich war das Essen fertig und es war ein kleines Festmahl, das wir gut gelaunt genossen.

* * *

Die Sonne ging unter und färbte den Himmel in hundert leuchtenden Orangetönen. Martin und ich saßen am Strand und betrachteten das Naturschauspiel.

Ilonka und Benjamin hatten sich in ihre Hütte verzogen und Martin sprach aus, was wir beide dachten:

„Das große Glück erster Liebe, so voller unschuldiger Leidenschaft. Sie haben es verdient, denn sie haben eine Menge Probleme hinter sich gelassen.“


Mehr über die starken Heldinnen in meinen Geschichten findet ihr in dieser Übersicht.
 
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Isabella Buchfink

Isabella Buchfink ist ein Pseudonym. Sie schreibt Science Fiction, Thriller und Fantasy-Geschichten. Sie lebt im Süden Deutschlands und arbeitet im Realen Leben in der ungefährlichen Welt der IT. Neue Bücher sind in Bearbeitung und noch gehen ihr die Ideen nicht aus…

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