„Die letzten Lichter“ ist eine dystopische Geschichte, die ich mit Hilfe von Claude geschrieben habe.
Eva war neunzehn, als die Welt verstummte. Kein Krieg mit Frontlinien, kein Feind, den man hätte bekämpfen können, nur ein Abend, an dem sämtliche Systeme gleichzeitig erloschen und nie wieder erwachten. Zwei Jahre später ist sie einundzwanzig und die stille Anführerin einer kleinen Gruppe von Überlebenden, die sich in den Ruinen der Bahnhofsviertel von Aschfeld eingerichtet hat. Es sind nicht Waffen oder Kraft, die Eva zur Führungsfigur machen, sondern ihre Fähigkeit, aus jedem Trümmerstück noch eine Geschichte zu erzählen, die den anderen die Kraft gibt, einen weiteren Tag durchzuhalten.
Als Eva und ihre Vertraute Julia bei einer Erkundung durch die Trümmer auf einen versteckten Zugang zu einem unterirdischen Rechenzentrum stoßen, ändert sich alles. Zwischen verstaubten Serverreihen finden sie Aktenordner eines Projekts, dessen Name in offiziellen Dokumenten sorgfältig geschwärzt wurde, und erste Hinweise darauf, dass der globale Zusammenbruch kein Unfall war. Der Fund zieht die Gruppe unweigerlich in Konflikte hinein, denen sie bislang aus dem Weg gegangen ist, allen voran mit der bewaffneten Fraktion, die die Talsperre am Fluss Grauwasser kontrolliert und damit über Wasser und Energie für die gesamte Region entscheidet.
Während Eva tiefer in das Geheimnis eintaucht, gerät auch ihr eigenes Team unter Druck. Der Mentor der Gruppe, ein ehemaliger IT-Sicherheitsexperte, weicht jeder Frage nach seiner Vergangenheit aus. Die Jüngste im Team, ein zwölfjähriges Mädchen, das unbedingt beweisen will, dass sie nützlich ist, handelt zunehmend leichtsinnig. Und ein junger Mann aus einer rivalisierenden Überlebendengemeinschaft, der Eva zunächst nur aus einer gefährlichen Lage befreit, beginnt, mehr zu bedeuten, als ihr lieb ist, obwohl auch er offensichtlich etwas verbirgt.
Je mehr Eva über das Projekt herausfindet, desto klarer wird, dass eine Frau aus der Fraktion an der Talsperre einst selbst an den Forschungen beteiligt war und heute alles daransetzt, dass die Wahrheit verborgen bleibt. Als ein Rettungseinsatz die Gruppe direkt in das Herz der gegnerischen Basis führt, kommt eine Wahrheit ans Licht, die Evas Bild von sich selbst, von ihrem Mentor und von dem, was in jener Nacht vor zwei Jahren wirklich geschah, komplett neu ordnet.
Die letzten Lichter erzählt von einer jungen Frau, die lernen muss, dass Überleben allein nicht reicht, wenn man nicht auch bereit ist, der eigenen Vergangenheit ins Gesicht zu sehen.
Mehr über die starken Heldinnen in meinen Geschichten findet ihr in dieser Übersicht.




