Die Fracht der Meridian ist ein dystopischer Science Fiction-Roman um eine Reise zum Planeten Veridon, eine seltsame Verwandlung und ein gefährliches Geschäft mit Sklaven.
Kael Drent ist neunzehn, charmant und rücksichtslos. Als er auf dem Raumfrachter Meridian eine Passage auf den Planeten Veridon bucht, denkt er nur an das Geld, das ihn dort erwartet – eine zwielichtige Lieferung, ein schneller Schnitt, und weiter. Doch auf den langen Wochen zwischen den Sternen langweilt er sich, und die Aufmerksamkeit von Lyra, der Tochter des Piloten, erscheint ihm wie ein harmloses Spiel. Es ist kein Spiel. Pilot Daran Sho entdeckt den Verrat und setzt Kael ohne Erbarmen auf der Zwischenstation Kor-7 aus – einer verrottenden Raumstation am Rand des bekannten Raums, wo die Gesetze der Erde längst nicht mehr gelten.
Kor-7 ist ein Ort, an dem Menschen verschwinden. Kaels Gepäck ist weg, sein Kredit gesperrt, und bevor er begreift, was geschieht, ist er bereits in den Händen von Doktor Sev, einem skrupellosen Biogenetiker, der für die Sklavenhändler des Sektors arbeitet. Was als kurze Prozedur beginnt, verändert alles: Kael wacht auf und ist nicht mehr Kael. Der Körper im Spiegel gehört einer jungen Frau – schwarze Haut, lange lockige Haare, ein glänzender weißer Catsuit, der sie wie Eigentum aussehen lässt. Ein neues Gesicht. Ein neuer Name. Nova.
Nova versteht die Welt nicht mehr. Die Erinnerungen sind noch da, das Wissen, die Sprache – aber alles andere hat sich verschoben, wie ein Bild, das nicht mehr im Rahmen sitzt. Sie wird zusammen mit fünf anderen Frauen auf dem Planeten Theron IV versteigert – einer staubigen, atemlosen Welt unter zwei blassen Monden, wo die Reichen der Außengebiete ihre Besitztümer zur Schau stellen.
Auf der Auktion trifft Nova auf Josie, eine ruhige, kluge Frau aus dem Inneren Sektor, die schon länger gefangen ist und genau weiß, wie das System funktioniert. Zusammen mit ihr und anderen Gefangenen beginnt Nova, Wege aus dem Käfig zu suchen – nicht mit Lärm, sondern mit Geduld, Beobachtung und kleinen, unsichtbaren Schritten. Der Ausbruch ist kein Moment der Stärke. Er ist das Ergebnis von Wochen der Stille, des Wartens und des Vertrauens, das zwischen Fremden entsteht, wenn alles andere verloren ist.
Aber Flucht bedeutet nicht Freiheit. Theron IV ist kein Ort für Ausreißer. Die Wächter kennen das Terrain, und irgendwo da draußen, in der Leere zwischen den Systemen, wartet jemand auf Nova – jemand, der weiß, was sie war, und der nicht will, dass sie sich erinnert.
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